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GESCHICHTE DER UNION WEST-WIEN

Gründungszeit

Die Wurzeln der Union West-Wien reichen bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Ihren Ursprung hat sie im „Christlich-Deutschen Turnverein Theodor Körner – Hütteldorf 1932“. Auch nach der Auflösung dieses Vereins im Jahr 1938 blieben viele Mitglieder während der Kriegsjahre miteinander verbunden und hegten den gemeinsamen Wunsch, den Turnbetrieb nach Kriegsende wiederaufzunehmen.

Am 16. Jänner 1946 wurde im Rahmen eines Wiedersehensfestes schließlich die Gründung eines neuen Vereins beschlossen. Dieser wurde als Zweigverein „Hütteldorf-Baumgarten“ bei der Österreichischen Turn- und Sportunion angemeldet. Die erste Vereinsleitung setzte sich aus Obmann Carl Fuld, 1. Turnwart Karl Guld, 2. Turnwart Fritz Weyer, Sport- und Schriftwart Rudolf Vöhr, Kulturwart Karl Rald sowie Kassenwartin Anna Wistermaier zusammen.

Der junge Verein zählte zu Beginn rund 25 Mitglieder. Bereits im Winter 1945/46 wurde der Turnbetrieb im Gasthof „Zum schweinernen Frack“ in Hütteldorf aufgenommen, der zugleich als Vereinslokal diente. Ab März 1946 fanden die Trainingseinheiten im Turnsaal der Volksschule Hütteldorf (Linzer Straße 419) statt. Trotz fehlender Fensterscheiben und Heizung blickten die Mitglieder voller Zuversicht in die Zukunft und planten bereits erste Erweiterungen.

Noch im Jahr 1946 erfolgte die Umbenennung in „Turn- und Sportunion West-Wien (Hütteldorf 1932)“, wobei der Zusatz ab 1956 endgültig entfiel.

Aufschwung und erste Erfolge

Bereits im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens entwickelte sich die Union West-Wien zu einem beachtlichen Verein. Zahlreiche Wettkampf- und Leistungssparten wurden gegründet und neue Turnplätze eröffnet. Das Angebot reichte von Handball, Basketball, Skilauf und Fechten über Gymnastik und Tanzsport bis hin zur Leichtathletik, in der bald erste Meistertitel errungen wurden.

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Rudolf Vöhr, Gründungsmitglied und prägender Langzeitobmann

Übungsbetrieb 1946

UWW-Übungsbetrieb
Anno 1946

Die Geburtsstunde des UWW-Cups

Schon 1946 wurde der Turnbetrieb auch in der Hochsatzengasse und in Ober St. Veit aufgenommen. Im selben Jahr trat der Verein erstmals öffentlich in Erscheinung: mit dem 1. Union West-Wien Cup. Dieser Wettkampf, ausgeschrieben für alle Wiener Unionvereine, war als Wiedersehensfest für heimgekehrte Sportkameraden gedacht. Rund 200 Athletinnen und Athleten nahmen an den Bewerben Faustball (Männer) und Fangball (Damen) auf dem damaligen Sportplatz in der Deutschordenstraße teil.

Damit war der West-Wien Cup geboren, der sich über Jahre hinweg zur größten Sportveranstaltung Wiens entwickelte – mit bis zu 1.000 aktiven Teilnehmer:innen. Unter der organisatorischen Leitung von Fritz Weyer wurde die sprichwörtliche Organisationsstärke der Union West-Wien eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich der UWW-Cup mehrfach: von einer großen Leichtathletikveranstaltung über den größten Nachwuchswettkampf Europas im Turnen (1999–2006) bis hin zum beliebten Hallen-Cup für Kinder (2007–2019).

100m Finale 1.UWW Cup

Das 100-Meter-Finale des 1. UWW-Cup

Hallencup 2015_16

UWW Hallen-Cup 2015/16

1950er- und 1960er-Jahre

1952 wurde der Grundstein für das erste Vereinsheim in der Linzer Straße 431 im 14. Bezirk gelegt. Nur durch die Mithilfe der Mitglieder konnte das erste Vereinsgebäude der Union West-Wien entstehen.

Anfang der 1960er-Jahre überschritt die Union West-Wien bereits die Marke von 1.000 Mitgliedern. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Sportangebot weiter ausgebaut und um die Sparten Tennis und Judo ergänzt. Besonders die intensive Jugendarbeit zahlte sich aus und wurde mit mehreren – teils unerwarteten – Meistertiteln belohnt.

UWW Vereinsheim

Das UWW-Vereinsheim, 1140 Wien

1970er- und 1980er-Jahre: Breitensportboom

Der allgemeine Aufschwung des Breitensports in den 1970er-Jahren führte zu einem rasanten Wachstum des Vereins. Zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 1971 zählte die Union West-Wien rund 3.000 Mitglieder, 1976 waren es bereits über 6.000.

Neben den etablierten Wettkampfsparten wurden nun auch zahlreiche Breitensportangebote geschaffen: Frauen- und Seniorenturnen, Gymnastik, Mutter-Kind-Turnen sowie Kinder- und Jugendturnen. In den 1970er-Jahren wurden rund 100 Einheiten pro Woche angeboten, in den 1980ern bereits über 300. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch bundesweite Initiativen, angestoßen von Dr. Holzweber (UWW) in seiner Funktion als BSO-Generalsekretär, sowie durch das Engagement von Fritz Weyer vorangetrieben.

Aufgrund der enormen Vereinsgröße war es ab den frühen 1970er-Jahren notwendig, erste hauptamtliche Mitarbeiter:innen für Administration und Koordination einzustellen. Gleichzeitig ermöglichte die große Zahl an Breitensportmitgliedern eine verstärkte Förderung des Leistungssports.

Neben dem sportlichen Angebot spielte auch das Vereinsleben abseits der Turnhallen eine wichtige Rolle. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausflüge, Wanderungen sowie Sport- und Skiwochen förderten den sozialen Zusammenhalt. Ein besonderer Treffpunkt war die West-Wien-Hütte am Dachstein, deren Brand im Jahr 1984 einen schmerzlichen Verlust darstellte – glücklicherweise ohne Personenschäden.

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40 Jahre

Leidenschaftliche Führung & professionelle Organisation

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Die steigende Mitgliederzahl führte dazu, dass Ilse Barnert, Sportjournalistin und ehemalige Staatsmeisterin im Gerätturnen, 1973 die erste hauptamtliche Mitarbeiterin der UWW wurde. Ab 1976 erhielt sie Unterstützung durch Kurt Vesely, damals Student der Publizistik- und Politikwissenschaft. 1979 stieg Miriam Kauba als hauptamtliche Vereinssekretärin in das damalige UWW Büro in der Rosasgasse (1120 Wien) ein.

Ab den 80er Jahren wurde zusätzlich ein Stelle als Koordinator/Sportkoordinator besetzt. 1980 von Reinhold Domitrowitsch, 1981-1992 in der Person von Richard Gemel, 1992-2009 bekleidet dieses Amt Alexander Susnik.

Am 1. März 1993 hinterließ der plötzliche Tod des jahrzehntelangen Obmanns Rudolf Vöhr, der mit seinem Einsatz und seiner Leidenschaft maßgeblich für die Entwicklung des Vereins verantwortlich war, eine große Lücke in der UWW-Familie. Ihm nach folgte Martin Grohmann als dritter Obmann in der damals fast 50-jährigen Vereinsgeschichte und konzentrierte die Vereinsorganisation im neu sanierten Vereinsheim in der Linzer Straße 431 im 14. Bezirk.

Anfang 2000 übernahm Barbara Spatzier sämtliche Agenden der Mitgliederverwaltung und Alexander Susnik war ab diesem Zeitpunkt als Sportdirektor für die operative Gesamtleitung der Organisation zuständig.

Nach der Generalversammlung 2005 übergab Martin Grohmann sein Amt an die nächste Generation und fungiert seitdem als Ehrenobmann und seit 2014 als Obmann-Stellvertreter weiter aktiv im Vorstand der UWW. Seit dem 29.04.2005 ist Thomas Dworak Obmann der UWW und führt sie mit viel Leidenschaft und Opportunismus durch die Herausforderungen der Zeit, hin zu einem modernen, professionellen und vielseitigen Sportverein.

Ein großer Schritt war die grundlegende Modernisierung der Büro- und Verwaltungsorganisation. Dies umfasste Maßnahmen wie die Erneuerung der EDV, Einführung der doppelten Buchhaltung und Bilanzierung, Budgetierung in den Sektionen, Schaffung eines neuen Mitgliedsbeitragssystems (Einführung der Flatrate), Strukturierung des Sportprogramms und vieles mehr.

Nach dem Ausscheiden von Alexander Susnik übernahm der 5-fache Staatsmeister im Trampolinspringen Markus Höckner die Büroleitung. Unter ihm gelang es, die Verwaltungskosten massiv zu reduzieren und noch mehr Geld für den Sport zur Verfügung zu stellen. Nach dem Ausscheiden von Barbara Spatzier übernahm Lisbeth Kaiper im Jahr 2007 die Mitgliederverwaltung.

Die letzte Umstrukturierung fand Anfang der 2010er Jahre statt wobei die heutige Doppelspitze unter der Leitung von Claudia Karollus (Sportliche Leitung) und Elisabeth Frohnwieser (Administration) etabliert wurde. Das UWW Büro umfasst durchschnittlich 5-6 Personen aus beiden Bereichen. Nach Bedarf werden für Projekte oder zu Stoßzeiten weitere Stellen befristet besetzt.

 

 

UWW Büro, Linzer Straße 431 (2022)

1990/2000er Jahre

Der Fitnessboom der 1990er Jahre hat dem Breitensport einen weiteren Aufschwung ermöglicht. Gleichzeitig wurde bei der UWW immer auf die Dualität von Breiten- und Leistungssport wertgelegt und versucht Synergien aufzubauen und zu nutzen.

In der Zwischenzeit wurde das Angebot auf 350 Einheiten an 40 Standorten erweitert und das ursprüngliche Vereinsheim in der Linzer Straße 431 zum vereinseigenen, modernen Sportzentrum ausgebaut.

1999 wurde mit Fit Kids, einer Gemeinschaftsaktion der Wiener Unionvereine mit dem Wiener Stadtschulrat, ein Projekt initiiert bei dem Kinder in den unterschiedlichsten Sportarten zu Bewegung animiert werden sollten und erstmals ein breitflächiges polysportives Kindersportangebot geschaffen. Es war über weite Teile Vorbild für spätere Projekte wie “Kinder gesund bewegen” oder UGOTCHI  an welchen die UWW ebenfalls von Beginn an intensiv beteiligt war.

Im Jahre 2008 musste die Tennisanlage Mauer aufgrund zurückgegangener Auslastung an den Landesverband Wien zurückgegeben werden. Damit endete nach 30 Jahren die Geschichte dieser Sektion bei der UWW, die vor allem in den 1990er Jahren bis zu 700 Mitgliedern beheimatete.

In den Jahren 2001 bis 2010 hat die UWW das USZ Hetzendorf, mit einem kleinen Fitnesscenter sowohl für Hobbyathleten als auch unsere Leistungssportler, betrieben. Im Jahre 2010 musste die Sportstätte aufgrund der hohen Pachtvorstellungen der Sportunion Wien wieder zurückgegeben werden.

Seit Mitte der 2000 Jahre ist die UWW immer wieder gerne als Projektpartner bei der Entwicklung, Einführung und Etablierung zahlreicher Projekte im Kinder- und Jugendsportbereich, im Gesundheitssport sowie bei anderen Projekten den Sport betreffend aktiv. 2006 arbeitete die UWW bereits intensiv mit 40 Schulen zusammen und hat viele Kooperationsprojekte (mit)entwickelt (“Kinder gesund bewegen” auf Basis von Fit-Kids), die nun österreichweit umgesetzt werden. Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen gestärkt und der neue Bereich des Gesundheitssports eröffnet (“Aktiv Bewegt” später “Jackpot.fit”).

2008 wurde der Spruch „Sport mit Freunden“, kreiert durch Christian Dufek, zum zentralen Leitelement für die UWW und auch Teil des Logos.

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UWW Sportzentrum Linzer Straße

Fit Kids

Kinderturnen bei der UWW

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USZ Hetzendorf (2001-2010)

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“Sport mit Freunden” das Motto der Union West-Wien

2010er Jahre 

Obwohl nach fast 40 Jahren die Sparte Faustball 2012 aufgegeben wurde (Danke an Fritzi Hofer für die unermüdliche Leistung), hat der Leistungssport im Allgemeinen eine massive Aufwertung bekommen. Dank der ehrenamtlichen Einsätze (vor allem der Sektionsleiter und Trainer) wurden und werden viele nationale und internationale Erfolge gefeiert. Im Gegenzug wurden die Sektionen Ringen (2012), Sportaerobic (2013) und Kung Fu (2016) neu aufgenommen. 2012 musste auch das Kunstturnen in die neue Halle nach La Ville übersiedeln. Das ehemalige Zentrum Schönbrunn wurde geschlossen und vom Landesverband Wien verkauft.

Mit Beginn der Saison 2013/14 eröffnete die Union West-Wien gemeinsam mit der ASKÖ Wien die Sportstätte ABC-Schmelz. Dieses Projekt war als sichtbares Zeichen einer verbandsübergreifenden Zusammenarbeit gedacht und sollte neue Wege der Kooperation aufzeigen. Leider scheiterte dieses Vorhaben in weiterer Folge an der zunehmenden Repolitisierung innerhalb der ASKÖ-Strukturen.

Ein wichtiger strategischer Schritt erfolgte im Jahr 2014 mit der Gründung der UWW GmbH. Dadurch eröffneten sich dem Verein zusätzliche Tätigkeitsfelder, um seine sportlichen und gesellschaftlichen Ziele noch gezielter verfolgen zu können. Im Rahmen dieser Aktivitäten nehmen seither jährlich bis zu 400 Kinder an den beliebten Kinder-Sommersportwochen teil. Darüber hinaus werden im Laufe des Jahres zahlreiche Menschen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung direkt an ihren Arbeitsplätzen zu mehr Bewegung motiviert.

Ende 2014 wurde mit der nächsten Sanierungsphase des Vereinsheims begonnen. Neben einem neuen Parkplatz und Zaun wurden auch dringende Renovierungsarbeiten im Gebäude durchgeführt.

Mit der Einführung von Jumping Fitness gelang es zudem, verstärkt auch eine jüngere Zielgruppe wieder ins Vereinsheim zu holen. Einen weiteren innovativen Meilenstein stellte ab dem Sportjahr 2019/2020 die Einführung von Bungee Super Fly® dar. Als erster Anbieter in Österreich ermöglichte die Union West-Wien damit ein völlig neues, durch die Dynamik der Bungeeseile geprägtes Workout und eröffnete ihren Mitgliedern ein außergewöhnliches Bewegungserlebnis.

Am 16.01.2016 feierte die Union West-Wien ihr 70-jähriges Bestehen und ist stolz, sich mit seinen zwei Zweigvereinen (SK UWW-Dlouhy und UWW- Handball) als einer der größten Sportvereine Österreichs etabliert zu haben. Im Zuge der 70-ig Jahr Feierlichkeiten wurde nicht nur unsere Chronik aufgearbeitet, sondern auch ein neues Leitbild erarbeitet, das wir nun umsetzen und mit Leben befüllen.

Zum Ende des Sportjahres 2016/17 musste die Sparte Kunstturnen nach langjährigen Bemühungen leider aus Kostengründen aus der UWW ausgegliedert werden, da die finanzielle Belastung für den Gesamtverein nicht länger tragbar war und von Dach- und Fachverband bzw. externen Sponsoren keine ausreichende Unterstützung angeboten werden konnte.

Im Sportjahr 2017/18 gab es für Kinder im Alter von 7 – 12 Jahren erstmals die Möglichkeit beim 1. West-Wien Ninja-Kids Wettkampf mitzumachen. In diesem aus dem Fernsehen (“Ninja Warrior”) adaptierten Bewerb für Kinder im Turnsaal galt es zwei Durchgänge möglichst schnell, aber fehlerfrei zu bewältigen und es wurden Sieger aus zwei Alterskategorien gekürt. Nach dem großen Erfolg wird nun jährlich ein Wettkampf und auch dazugehörige wöchentliche Turneinheiten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, angeboten. Auch auf Bundesebene hat man das Potential von West-Wien Ninja-Kids erkannt und dieses erfolgreiche Format wurde an die SPORTUNION Österreich zur österreichweiten Ausrollung übergeben.

Durch einen vollständigen Relaunch der UWW-Website (mit Adaptierung für den Zugriff über mobile Endgeräte) sowie der Einführung der selbst entwickelten, elektronischen Platzlisten-Software “Mein Mitglied” im Jahr 2017 wurden wichtige Teile der Administration an die modernen technischen Möglichkeiten angepasst und damit die Effizienz erheblich erhöht und Kosten eingespart. Ab dem Sportjahr 2018/19 ist es erstmals auch möglich, sich mittels Online-Formular als UWW Vereinsmitglied zu registrieren.

Bei der ordentlichen Generalversammlung am 15.06.2018, bekannte sich die UWW als erster Verein geschlossen, per einstimmigen Beschluss zum Ehrenkodex der SPORTUNION. Diese Werte werden seit Langem gelebt und grenzen den Vereinssport auch deutlich von kommerziellen Sportangeboten ab.

70 Jahre

Trainer:innen, Übungsleiter:innen & Vorstand

feiern 70 Jahre UWW (2016)

 

MeineSportwoche

 

Feet Up!

Ninja Kids

West-Wien Ninja Kids

 

MeinMitglied

Mein-Mitglied

Elektronische Mitgliederadministration

2020er Jahre – Gegenwart

Der Beginn des neuen Jahrzehnts war auch bei der UWW dominiert von COVID 19 und seinen Auswirkungen. Entsprechend unserem Leitbild wurde alles daran gesetzt den Sportbetrieb im Rahmen der rechtlichen Einschränkungen weiterhin zu ermöglichen. Hygienevorschriften, Meldepflichten und Teilnehmerbeschränkungen haben das Vereinsleben kurzfristig verändert und leider auch einige Mitglieder austreten lassen. Erfreulicherweise war die gemeinsame Leidenschaft für den Sport und der Verein als sozialer Treffpunkt, für die meisten Mitglieder jedoch eine Stütze in dieser Zeit und der Verein hat auch diese besondere Herausforderung gemeinsam überstanden.

Während die Turnsäle geschlossen bleiben mussten, hat die UWW unter der Initiative von Claudia Karollus die Idee von Online Sportangeboten erstmals im Verein umgesetzt. Innerhalb kürzester Zeit konnte ein umfangreiches Onlinesportangebot für alle Altersklassen auf die Beine gestellt werden, welches mittels Videokonferenz direkt in die Wohnzimmer unserer Mitglieder übertragen wurde. Die Nachfrage von Jung bis Alt war groß und die Idee wurde zusammen mit der Sportunion Österreich sogar als bundesweites Projekt ausgerollt. Bis heute gibt es im UWW Freizeitsport Onlineangebote welche live aus dem SQ14 übertragen werden.

Die Pläne für die dringend notwendige Generalsanierung des UWW Vereinsheims waren zu Beginn der Pandemie abgeschlossen und erste Schritte bereits in der Umsetzung. Nach intensiver Abwägung entschied man sich daher trotz der außerordentlichen Umstände für die Durchführung der umfangreichen Bauarbeiten im SQ14. Die ehemalige Terrasse wurde geschlossen, die Kantine entfernt und der freigewordene Bereich im Erdgeschoss zu einem hellen, offenen Fitness- und Kraftraum umgebaut. Zusätzlich konnte ein separat zugänglicher Seiteneingang für den Tennisbetrieb samt WC und Teeküche geschaffen werden. Sämtliche Sanitäranlagen, die Garderoben, die Haustechnik sowie das Büro im 3. Stock wurden generalsaniert und nach heutigen Anforderungen adaptiert. Die Sportfläche im Erdgeschoss konnte damit für den Gesundheitssport verdoppelt und die Erhaltung der Substanz des Vereinsheims sichergestellt werden. Die Installation einer Photovoltaikanlage im Jahr 2023 markierte einen weiteren Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft.

Während der Umbauarbeiten konnte in der Linzer Straße 430 (Erste Bank Gebäude) ein Ersatzstandort bezogen werden, welcher sowohl Platz für den Büro- als auch den Gymnastik- und Gesundheitssportbetrieb des SQ14 bietete. Im Frühling 2021 konnte das neu sanierte UWW Vereinsheim, auch “SQ14 – Sportquartier 14”, wieder bezogen werden. Nach Lockerung der Covid-Maßnahmen und Rückkehr ins Vereinsheim, kam die “Normalität” wieder in den Vereinsalltag zurück.

Bei der Generalversammlung 2022 wurde der eingeschlagene Weg des bisherigen Vorstands bestätigt. Aufgrund gesunkener Mitgliederzahlen und stark gestiegenem Kostendruck (Inflation, Energiepreissteigerung) wurde die Sportprogrammplanung und Budgetierung abermals verfeinert um die vorhandenen Mittel in bestem Maße für den Sportbetrieb einsetzen zu können. Damit einhergehend erfolgte der Grundsatzbeschluss, trotz einiger hervorstechender Talente und Erfolge, den Fokus in nächster Zukunft auf den Breiten-, Gesundheits- und Nachwuchssport zu legen.

Die Tennisplätze in der Linzer Straße 431 wurden ab 2023 verpachtet. Im Sportjahr 2024/25 folgten weitere strukturelle Anpassungen. Der Kader der Rhythmischen Gymnastik wurde in einen eigenständigen Verein ausgegliedert und hat sich von der UWW gelöst. Gleichzeitig wurde der RG-Breitensport weiter ausgebaut und erstmals auch für Buben geöffnet. Die Sparte Trampolinspringen wurde in Trampolin-Akrobatik umbenannt, um das vielseitige Programm besser abzubilden. Freerunning am Standort La Ville musste aus Kostengründen leider aufgelassen werden, wobei mit Freestyle-Akrobatik ein attraktives Breitensportangebot im Rahmen des Freizeitsportprogramms fortgeführt wird.

Der Kinder- und Jugendschutz nimmt bei der Union West-Wien seit jeher einen hohen Stellenwert ein. Der Verein setzt sich aktiv für ein sicheres und respektvolles Umfeld im Sport ein und beteiligt sich engagiert an der Institutionalisierung geeigneter Schutzmaßnahmen im Sport. Durch die Implementierung eines Kinder- und Jugendschutzkonzepts, die Einsetzung geschulter und weisungsfreier Kinder- und Jugendschutzbeauftragter sowie durch gezielte Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen unserer Trainer:innen wird die Qualitätssicherung in diesem Bereich laufend weiterentwickelt.

Im Sommer 2024 fand eine außerordentliche Generalversammlung zur Statutenanpassung, zum Zweck der Beantragung der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit, statt. Rückwirkend mit 01.01.2024 wurde diese zuerkannt, womit Spenden von Privatpersonen sowie Firmen an die UWW steuerlich absetzbar geworden sind.

Am 28. und 29. Juni 2025 richtete die UWW gemeinsam mit Turnsport Austria die 33. Staatsmeisterschaften im Trampolinspringen Einzel und Synchron in der Altgasse aus. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Vereinsleitung sowie dem engagierten Einsatz der Trampolinsparte unter der Leitung von Christian Höckner konnte eine äußerst beeindruckende und professionell organisierte Veranstaltung realisiert werden.

Im September 2025 ist die Sparte Ringen in die neu errichtete Sport Arena Wien übersiedelt. Dort kann nun an 5 Tagen pro Woche Training für Kinder & Erwachsene (Damen und Herren) angeboten werden und die Mitgliederanzahl bereits im ersten Semester mehr als verdoppelt werden.

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COVID19 – Sport mit Abstand

 

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SQ14 nach der Generalsanierung 2020/21

 

Gewaltprävention Kischutz

 

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33. Staatsmeisterschaften Trampolinspringen 2025

Vision / Ausblick

Neben zahlreichen, außerordentlichen sportlichen Erfolgen, die wir feiern konnten, und Zehntausenden Menschen, die wir in dieser Zeit bewegen konnten, sehen wir uns heute auch als wichtiger Partner von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Unser Ziel ist es, gerade in der modernen Zeit, wieder mehr Menschen für Bewegung und Sport zu begeistern sowie denjenigen, welche das Talent und den Fleiß zu großen sportlichen Leistungen besitzen, bestmöglich zu fördern.

Die stetige Weiterentwicklung und Qualitätssicherung unseres Sportprogramms ist eines unserer größten Anliegen. In der Union West-Wien ist Platz für ALLE, die sich bewegen möchten und wir sind stolz darauf auch in Zukunft „Sport mit Freunden“ ermöglichen zu können.

Weitere Informationen über die Geschichte der UWW finden sich in den UWW Magazinen und Festschriften von denen Sie eine Auswahl hier downloaden können.